Berliner Foodguide: kulinarisches Kreuzberg

„Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein…“, so besingt Peter Fox in seinem Hit “Schwarz zu blau“ den Berliner Bezirk Kreuzberg. Und wer sich als Touri schon mal dorthin verirrt hat, weiß, wovon der gute Herr Fox da singt. Es ist bunt, laut und ein echter Kulturschock, vor allem wenn man wie ich die pure Dorfidylle gewöhnt ist. Doch auf den zweiten Blick strahlt dieses Kreuzberg doch eine gewisse Faszination aus, wie sie schwer in Worte zu fassen ist. Hier scheint mit großen Lettern der Satz „Ist mir egal“ in den Himmel gepinselt worden zu sein. Menschen in den verrücktesten Outfit-Kombinationen, die bei mir zuhause auffallen würden wie ein bunter Hund, schlendern entspannt durch das Viertel, als hätten sie gerade eine Woche Yoga-Urlaub hinter sich – und werden nicht eines Blickes gewürdigt.

Aber nicht nur in Sachen Entspannung scheint Kreuzberg ein echter Vorreiter zu sein. Auch für das Gefühl der inneren Leere hat das Szeneviertel ein Wundermittel parat: Essen in allen Formen und Farben. Indisch, vietnamesisch, amerikanisch, italienisch, ganz viel türkisch und und und – auf der Oranienstraße ist wirklich für jeden Geschmack was dabei! Meine persönlichen Top 3 findet ihr hier: 

No.3: Kreuzburger:

Im “Kreuzburger“ ist der Name Programm. Wirft man einen Blick auf die Karte, so wird man von den wildesten Burger-Variationen förmlich erschlagen. Klassisches Hühnchen, Blauschimmel-Käse oder doch lieber vegetarische Spinatboulette? Kreuzburger hat sie alle! Und wer sich eine Reise durch die anderen Berliner Bezirke sparen will, der kann sich Prenzlauer Berg, Schöneberg und Co. als “Prenzel-“ oder “Schöneburger“ direkt auf den Teller holen.

Ich habe mir einen Chicken-Burger mit Maispanade und Süßkartoffel-Pommes ausgesucht. Das war übrigens das erste Mal, dass ich Süßkartoffel-Pommes probiert hab. Mein Fazit: Super mega lecker und tausend mal besser als fettige 0815 Pommes…

Wer noch fauler ist, kann sich seinen Kreuzburger sogar direkt nach Hause oder ins Hotel liefern lassen. Ein Besuch im Lokal in der Oranienstraße 190 ist für Touris aber eigentlich ein Muss, denn hier kommt ein Stück Berliner Geschichte an den Tisch. Mauergemälde, wie den Brüderkuss, die man bei der East Side Gallery vermisst, findet man hier kultig an die Wand gepinselt. Und in Gesellschaft von Gorbatschow und Co. schmeckt es sich doch gleich doppelt so gut!

http://kreuzburger.de/

 

No.2: Sünde Chocolateria:

In der Chocolaterie zeigt sich Kreuzberg von seiner Schokoladenseite. Nicht nur für Naschkatzen ist dieser Laden ein echtes Muss! Allein der Schaufenster-Spruch „Schokolade ist Gottes Antwort auf Broccoli“ ist schon einen Abstecher in süße Gefilde wert. Neben Pralinen, Schokotorte und Baiserköstlichkeiten, gibt’s hier auch waschechten Käsekuchen, to go auch in süßen “Dramatüten“ verpackt.

Auch für einen Kaffee oder eine Eisschokolade ist der süße Mädchenladen genau die richtige Adresse. Denn vor einer bunten und ein bisschen kitschigen Kulisse schmeckt es sich doch gleich doppelt so gut. Und wer danach noch ein paar neue  Klamotten braucht, kann die direkt im Klamottenladen nebenan shoppen!

Ihr findet den Laden unweit von Kreuzburger in der Oranienstraße 194.

 

http://chocolateria-suende.de/ 

 

 

 

No.1: Co’m Á – Thailändische und Viatnamische Küche:

Meine absolute Nummer 1 der Kreuzberger Restaurants ist definitiv und ohne jede Frage der Asiate “Co’m Á“ in der Oranienstraße 191. Setzt man sich nach draußen, sitzt man quasi mittendrin im Kreuzberger Trubel. Vor allem abends blüht der Bezirk auf und die verrücktesten Leute schauen vorbei. Allein deshalb schon ein absolutes Erlebnis.

An Tag 1 mussten wir natürlich erst mal das Sushi testen. Und im Sinne von “Das Auge isst mit” ist das “Avo-Maki” mit der zurecht gehypten Avocado ein absoluter Augenschmaus.

Aber das Essen übertrifft alles! Sushi das kunstvoll drapiert, dekoriert und bei Gruppenbestellungen in einem riesigen Holzschiff gebracht wird, Vor- und Hauptspeisen, die einen förmlich anlächeln und dazu noch das süßeste Personal überhaupt, dass jeden Wunsch für euch möglich macht. Besonders Avocado-Fans kommen auf ihre Kosten, denn das hausgemachte “Avo Maki“, Sushi gefüllt mit Avocado, oder auch die Avocado-Sauce sind ein echter Traum. Von einer Vegetarierin hab ich mir übrigens sagen lassen, dass selbst die Tofu-Gerichte ein echtes Geschmackserlebnis sind, so z.B. der Mango-Tofu-Salat. Allein der Anblick hat mir schon gereicht, um Gefallen an einem Vegetarier-Dasein zu finden.

Als Hauptspeise gab es panierte Avocado und panierte Garnele auf Salat mit Wasabi und Ingwer. Für Avocado-Fans ein Muss!

Aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss: der Preis! 8 Stück Sushi für 2,80€, ein komplettes Menü bestehend aus Vor- und Hauptspeise für 7,90€ – ich glaube da kann selbst ein knauseriger Dagobert Duck nicht meckern! Auch wenn ich jetzt 5kg mehr auf die Waage bringe – die Woche in Kreuzberg war‘s (kulinarisch) definitiv wert!Aber Bilder sagen doch eh mehr als tausend Worte:

Diese leckere Vorspeise erwartete mich an Tag 2 im Co’m Á: Sommerrollen mit Tofu, Rucola und Süßsauer-Soße. Für mich als Nicht-Vegetarier zwar ungewohnt, aber super lecker :)!
… Und auch to go im Zug durfte das Avo-Maki von Co’m Á nicht fehlen. So endete unser Berlin-Trip nochmal mit einem kulinarischen Highlight 😉

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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