Hallo ihr Lieben,

wie ihr viel­leicht schon über Insta­gram mitbe­kommen habt, bin ich seit kurzem wieder auf einem Kreuz­fahrt­schiff unter­wegs und arbeite dort als Trai­nerin. Heute möchte ich ein paar von euren meist­ge­stellten Fragen beant­worten und euch von meinem Leben an Bord berichten. Beson­ders inter­es­sant auch für dieje­nigen, die viel­leicht selbst mit dem Gedanken spielen, auch mal auf hoher See zu arbeiten. Solltet ihr danach noch weitere Fragen haben, schreibt mir gerne eine E -Mail oder kontak­tiert mich auf Face­book oder Insta­gram. Ansonsten heißt es jetzt Leinen los und viel Spaß beim Lesen :).

Leben und arbeiten auf einem Kreuz­fahrt­schiff — Das Bewer­bungs­ver­fahren

Zuerst einmal musst du dir über­legen, was für Anfor­de­rungen du an ein Schiff stellst und danach deine Vorauswahl treffen. Bei deiner endgül­tigen Entschei­dung soll­test du aber, wie bei fast allen Entschei­dungen in deinem Leben, auf dein Bauch­ge­fühl hören. Denn nur dann kannst du das Leben an Bord auch wirk­lich genießen. Bei meiner Wahl stimmte mein Bauch­ge­fühl von Anfang an zu 100% , sodass ich auf volles Risiko ging und mich nirgendwo anders als bei «Mein Schiff» bewarb. Bist du dir unsi­cher und sollte dein Bauch­ge­fühl auch keine Antwort parat haben, soll­test du beginnen, ausführ­lich zu recher­chieren. Schau dir dabei vor allem die Philo­so­phien der einzelnen Unter­nehmen an, lese Rezen­sionen von ehema­ligen Arbeit­neh­mern und schau dir bei Youtube Videos an, um einen Eindruck vom Inneren der Schiffe zu bekommen. Immerhin wirst du hier die nächsten Monate 24/7 arbeiten und leben. Wenn du deine Wahl getroffen hast, schau dir die Bewer­bungs­an­for­de­rungen und -Möglich­keiten an. Viele gr0ße Kreuz­fahrt­un­ter­nehmen haben sich «Seachefs» als Vermittler mit ins Boot geholt. Möch­test du zum Beispiel auf einem «Mein Schiff» von TUI oder auf einem Kreuz­fahrt­schiff von «Hapag Loyd» arbeiten, so musst du deine Bewer­bung an Seachefs richten. HIER findest du alle offenen Stellen und weitere Infor­ma­tionen über das Unter­nehmen.

Meine Bewer­bung ging auch direkt zu Seachefs. Du kannst diese mit einem Klick per E — Mail versenden oder direkt online auf der Seite von Seachefs über­mit­teln. Hier brauchst du nur ein paar Formu­lare auszu­füllen und deine Doku­mente im Portal hoch­zu­laden. Nachdem ich meine Bewer­bung abge­schickt hatte, hat sich sehr schnell jemand bei mir gemeldet, aber das kann natür­lich von Fall zu Fall verschieden sein. Die erste Reak­tion von Seachefs kam per Mail, dort ging es dann um den Termin für das Casting. Das Casting findet in der Regel einmal im Monat in Hamburg statt. Dort kannst du bereits erste Kontakte knüpfen, präsen­tierst im Falle eines Jobs als Fitness­trai­nerin deine Kurse und schreibst zum Schluss einen kleinen Test. Für mich war der Test eine kleine Heraus­for­de­rung, zumal auch einige engli­sche Voka­beln abge­fragt wurden. An dieser Stelle schonmal ein kleiner Tipp von mir am Rande, falls du genauso wie ich kein Englisch-Ass bist: frische deine Englisch-Voka­beln auf — vor allem in deinem fach­li­chen Bereich. Mir hat es vorher vor allem geholfen, mich mit Freunden auf Englisch zu unter­halten und so ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Aber keine Angst, es ist alles zu schaffen und kein Hexen­werk! Eure Ansprech­partner an Land stehen euch dabei mit Rat und Tat zur Seite und sind alle mega lieb. Falls ihr euch auch bewerben wollt, drücke Ich euch die Daumen 😉 Falls ihr noch Fragen zum Bewer­bungs­ver­fahren habt, schreibt mir gerne eine E- Mail an Jacky@​fitreadandmore.​com.

Leben und arbeiten auf einem Kreuz­fahrt­schiff — Die ersten Tage an Bord eines Kreuz­fahrt­schiffes

Wer wissen möchte, wie der erste Tag für mich war, darf hier gerne weiter lesen.

Ange­kommen in La Romana, war ich erst mal hin und weg von der schönen Land­schaft und begeis­tert von dem kris­tall­klaren Wasser, der ange­nehmen Wärme, Sonne satt und der kari­bi­schen Atmo­sphäre. Ich konnte mein Glück kaum fassen und war einfach nur happy, diesen Schritt gewagt zu haben. So aufre­gend, so neu, so schön. Zumin­dest für einen kleinen Augen­blick — dann kam der Papier­kram und die Büro­kratie — ‹ne Menge Büro­kratie. Die nächsten 45 Minuten verbrachte ich damit, alles doppelt und drei­fach auszu­füllen und dann der zustän­digen Person zu über­mit­teln. Da ich mit 30 weiteren Leuten aufge­stiegen bin, war das schon eine kleine Tortur. Nachdem alles erle­digt war, ging es los Rich­tung Schiff. Dabei beglei­teten uns die Manager von Bord und halfen uns mit unserem (schweren — denn hallo für 4 Monate!) Gepäck. Die Aufre­gung stieg und es lag ein kleines biss­chen Magie in der Luft. Und als ich das erste mal vor meinem neuen Zuause stand, wusste ich auch warum. Keine Ahnung, wie genau ich diesen Moment beschreiben soll, es war einfach ein gemischtes Gefühl aus Über­wäl­ti­gung, Glück und ein kleines biss­chen Erschöp­fung, denn allmäh­lich machte sich der Jetlag bemerkbar. An Bord ange­kommen, begrüßte mich die Fach­lei­tung aus dem Bereich Sport herz­lich und brachte mich zu meiner Kabine.

Leben und arbeiten auf einem Kreuz­fahrt­schiff — Wie ist die Crew auf einem Kreuz­fahrt­schiff unter­ge­bracht?

In meiner Kabine ange­kommen verflog die anfäng­liche Euphorie erst einmal. Ich denke, jede Frau wird meine Bedenken beim Anblick der gefühlt Schuh­karton großen Kabine verstehen. Ich weiß zwar nicht, wie groß genau die Kabinen der Angst­ellten genau sind, aber lasst euch gesagt sein: eure Toilette zuhause ist sicher­lich größer! Doch auch auf kleinem Raum kann sich ein Wohl­ge­fühl einstellen und mit ein paar privaten Details deko­riert, ist meine kleine aber feine Kabine zu einem echten Wohl­fühl- und Rück­zugsort geworden.

Das Bade­zimmer teile ich mir hier mit meiner Kollegin Lieza. Das ist so üblich bei einer Single share Kabine. Neben den Einzel­ka­binen, gibt es auch noch die etwas größeren Unter­künfte, die man sich zu zweit teilt. Zwar ist hier das Bade­zimmer etwas größer, doch ihr müsst zusammen mit eurer neuen Kollegin oder eurem neuen Kollegen in einem Doppel­bett schlafen. Wenn ihr euch dann bereits vorge­stellt habt, wie ihr morgens nach dem Aufwa­chen aus dem Fenster blickt und den exoti­schen Ausblick genießt, muss ich euch leider wiederum enttäu­schen: alle Kabinen sind ohne Fenster, das heißt wenn du morgens wissen möch­test, wie das Wetter ist, musst du den Fern­seher anma­chen und die Ansicht der Außen­ka­mera anschalten. Am Anfang etwas gewöh­nungs­be­dürftig, aber defi­nitv auszu­halten für 4 Monate. Außerdem befindet sich auf jeder Kabine ein Telefon, mit dem man an Bord tele­fo­nieren kann. Meis­tens nutzt man es, um die Kollegen vor Ort anzu­rufen. Du kannst damit aber auch Kontakt zu deinen Lieben an Land aufnehmen. Dafür brauchst du dann eine Ozean Card, die du dir an Bord kaufen kannst.

Alles in allem ist also alles vorhanden was du brauchst ( TV, Telefon, Klei­der­schrank, Schreib­tisch und Kühl­schrank) — eben nur in klein. Natür­lich ist es eine mega Umstel­lung, von einer geräu­migen Wohnung in die ein paar Quadrat­meter großen Räum­lich­keiten an Bord zu ziehen. Aber keine Sorge: für mehr als zum Schlafen wirst du deine Kabine sowieso nicht nutzen!

Leben und arbeiten auf einem Kreuz­fahrt­schiff — Die Frei­zeit­ge­stal­tung

Sobald du das Schiff betrittst, wird das Wort Lange­weile ein Fremd­wort für dich sein. Wenn du nicht gerade am arbeiten bist, befin­dest du dich im Frei­zeit­stress. Und glaub mir: Frei­zeit­mög­lich­keiten gibt es auf dem Schiff im wahrsten Sinne des Wortes wie Sand am Meer. Du kannst das Land erkunden in dem du gerade bist, die frische Luft auf dem Crew­deck genießen, Kicker spielen, in den Coffee­shop gehen oder einfach auf der Kabine schlafen. Meis­tens gehe ich in meiner Pause raus und jogge eine Runde. So kann ich am besten die frische Luft genießen, Vitamin D tanken und mich gleich­zeitig sport­lich betä­tigen. Aber auch Touren mit den Hop on Hop off-Bussen sind mit dabei, Land­aus­flüge und schöne Strand­tage mit ganz viel Vitamin Sea, Spazier­gänge oder — was ich und meine Kollegen am liebsten unter­nehmen: ausgi­biege Shop­ping­touren. Der Shop, den ich aus meiner Heimat Hamburg auf Reisen am meisten vermisse, ist defi­nitiv Snipes! Hier finde ich immer alles, was ich privat und für die Arbeit brauche, um immer super gestylt zu sein und mich rundum wohl­zu­fühlen! Die persön­liche Atmo­sphäre im Hamburger Store macht das Shoppen immer zum abso­luten Erlebnis! Und wenn mich wieder an Land ange­kommen das Fernweh plagt, ist ein Wieder­sehen mit meinen Kolle­ginnen bei einem ausgie­bigen Shop­ping­aus­flug immer die beste Medizin, um mich wieder gut zu fühlen! Optimal ausge­stattet mit den ange­sag­testen Teilen, kann dann der nächste Vertrag und das nächste Aben­teuer kommen!

Impres­sionen von unseren Aben­teuern findet ihr jetzt in der Foto­strecke 🙂

Norwegen erkunden

Norwegen erkunden. Danke Alex für das Bild. Freue mich schon auf unsere nächste Shop­ping­tour in Hamburg! Den Ruck­sack bekommt ihr HIER.

Hier haben wir La Palma über den Wolken erkundet. Es war einfach nur magisch.

Über den Wolken — ai ai ai 🙂 Outfit von Snipes aus Hamburg. Pulsuhr von Polar.

Hoodie bekommt ihr auch bei Snipes 🙂

Canyo­ning in Madeira

Übungen aus meiner aktu­ellen Fitness — Chal­lenge.

Jump!Jump! Jump! Übungen aus meiner aktu­ellen Fitness — Chal­lenge.

Übungen aus meiner aktu­ellen Fitness — Chal­lenge.

Übungen aus meiner aktu­ellen Fitness — Chal­lenge.

Die Arbeits­klei­dung abge­worfen, kann ich abends dann auch meine privaten Styles an Bord präsen­tieren! Je nachdem wie anstren­gend und aktiv sich der Tag auf dem Schiff gestaltet, wird das abwechs­lungs­reiche Abend­pro­gramm einfach ange­passt. Entweder trai­nieren wir nach der Arbeit noch, schauen DVD’s im Kurs­raum oder gehen hoch aufs Deck und feiern auf den Pool­partys. Oft geh ich aber auch einfach nur auf meine Kabine lesen oder schreibe, wie jetzt gerade, einen Artikel für euch.

Immer ein volles Programm, nie Lange­weile und jede Menge exoti­sche Ziele — wäre das etwas für dich? Oder brauchst du auch manchmal einfach Momente für dich, in denen du einfach nichts tun musst? Schreib es mir doch einfach mal in die Kommen­tare ;). 

Leben und arbeiten auf einem Kreuz­fahrt­schiff — Mein Fazit

Du hast jetzt natür­lich nur einen kleinen Einblick in mein Leben und meinen Arbeits­alltag auf dem Kreuz­fahrt­schiff bekommen, denn mein Leben in einer schwim­menden Seifen­blase ist so viel umfang­rei­cher und span­nender, als ich es hier je beschreiben könnte. In meinem nächsten Artikel würde ich gerne einen zweiten Teil mit häufig gestellten Fragen rund um das Thema Leben und Arbeiten auf dem Schiff verfassen. Also haut in die Tasten und schreibt mir was das Zeug hält. Es werden alle eure Fragen beant­wortet 🙂 

Ich für meinen Teil kann das Leben an Bord so schnell nicht mehr aufgeben, es ist für mich die perfekte Mischung aus neuen Heraus­for­de­rungen und Aben­teuern. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass die Zeit an Bord viel Arbeit bedeutet und du deinen Job wirk­lich lieben soll­test, um deine Lieben und dein Leben an Land zurück­zu­lassen. Die Entschei­dung, für ein Leben auf See, sollte also wohl über­legt sein. Wenn du bereit bist, diese Opfer für einen unver­gess­li­chen Lebens­ab­schnitt zu bringen, dann spring ins kalte Wasser und setz die Segel für dein persön­li­ches Aben­teuer!

Ach und bevor ich es vergesse — hier dein Geschenk. Unsere aktu­elle Chal­lenge an Bord. Wer zieht mit uns mit?

The best version of you

An dieser Stelle auch noch einmal ein riesen DANKESCHÖN an alle Mitwir­kenden. Danke Alex für die Fotos — auf das Fotolia bei dir explo­dieren wird! Danke an mein Team für die ganzen Erleb­nisse und eure Unter­stüt­zung. Einfach DANKE für die tolle Zusam­men­ar­beit.

Für die jenigen unter uns die noch nicht wissen wohin es mich treibt, hier eine kleine Aufklä­rung. Am 23.11.2017 werde ich mich auf den Weg in die Karibik machen um dort für vier Monate auf einem Kreuz­fahrt­schiff zu arbeiten. Dort werde ich haupt­säch­lich als Personal Trai­nerin und Ernäh­rungs­be­ra­terin tätig sein. Die Route wird für diese Monate immer die selbe bleiben. Ange­fangen in La Romana, über México, Jamaica, Panama bis hin zum para­die­si­schen Casta Rica.

Es ist im Moment alles noch so unreal und meine Gefühle schwanken hin und her. Es ist eine Mischung aus Stress, Vorfreude, Schuld­ge­fühlen und Trauer. Die Abschiede hier fielen mir wirk­lich schwer und ich bin allen so dankbar für die Geschenke, Glücks­bringer und wert­vollen Momente. Auch wenn einige Tränen geflossen sind, schön war es dennoch. Ich freue mich jetzt schon beson­ders auf die Freunde und Fami­li­en­mit­glieder, von denen ich mich im ganzen Chaos und Stress nicht mehr persön­lich verab­schieden konnte. Deswegen auch die Schuld­ge­fühle die mich ab und an plagen. Aber es sind ja zum Glück nur vier Monate und ich bin nicht aus der Welt. Die Monate werden so schnell umgehen und ehe man sich versieht bin ich schon wieder in Deutsch­land. In der Zwischen­zeit werde ich aber versu­chen euch so gut es geht auf dem Laufenden zu halten.

Nun werde ich noch schnell versu­chen meine Sachen zu verstauen. Zwei Koffer kommen mit an Bord und einer bleibt in meinem Eltern­haus, weil ich meine Wohnung unter­ver­mietet habe. Tja… Wer hätte das gedacht?

Ein Leben in drei Koffern.

Falls ihr auch auf einem Kreuz­fahrt­schiff arbeiten wollt und Fragen habt, schreibt mir gerne. Ansonsten hoffe ich, das kleine Life­up­date heute hat euch gefallen. Bald werde ich hoffent­lich wieder die Zeit für ausführ­li­chere Artikel finden, viel­leicht ja sogar im Flieger, irgendwie muss ich ja die 10 Stunden rum bekommen. 🙂

Bis dahin macht es gut meine Lieben :-*

xoxo

Jacky

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Copen­hagen, Travel, Reisen, Däne­mark.

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Dänemarkt, Nyhavn.

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Nyhavn

Unser Strand, genau vor der Haustür in Gørlev.

Puma Foto­shoo­tiong Loca­tion.

Laura und ich am Hafen der kleinen Meer­jung­frau.

Neues, kleines Blogger — Haus.

Ach ja, schön war es! Däne­mark wir werden dich vermissen und bestimmt schon bald wieder sehen. Diesmal buchen wir dann aber nicht die Sight­seeing — sondern die Knei­pen­tour 🙂 Das Kultur­pro­gramm haben wir jetzt zum größten Teil schon abge­hakt ( Check 😉 ), aber wie wir gehört haben, gibt es noch viel mehr schöne Ecken bei dir zu entde­cken liebes Kopen­hagen.

Bis zum nächsten mal Däne­mark.

Und falls ihr, liebe Leser, Fragen habt oder Tipps braucht für euren nächsten Däne­markt-Trip, schreibt sie gerne in die Kommen­tare, wir helfen euch gerne 🙂

Liebe Grüße

Jacky