Carbs, Kohlenhydrate, Low Carb?

Die Wahrheit über Kohlenhydrate

Automatisch bringen die Leute, so habe ich das Gefühl, eine Gewichtsabnahme auch direkt mit einer Low- Carb Ernährung in Verbindung.
“Ich verzichte jetzt am Abend auf Kohlenhydrate, weil ich zwei Kilo abnehmen möchte“, heißt es.
“Ich esse nur am Morgen Carbs, ansonsten versuche ich auch auf Obst zu verzichten. Obst enthält Fruchtzucker und der macht ebenfalls dick“.
“Nein! ich esse doch keine Nudeln, das sind doch Carbs, ich hätte gerne nur die Bolognese Soße und dazu ein Rind auf Salatblatt! Das hat viel Eiweiß“. Aber für Sport ist keine Zeit. Versteht sich von selbst oder? Ist auch nicht nötig. Man verzichtet ja auf Kohlenhydrate.
Mittlerweile ist der Low- Carb Wahnsinn sogar schon so weit, dass sich die Lebensmittelindustrie danach richtet. Es gibt in den USA mittlerweile ein Low- Carb Bier! Keine Kohlenhydrate, dafür aber ganz viel Alkohol?! Naja gut…
Im Folgenden erkläre ich euch deshalb, was es mit den Kohlenhydraten tatsächlich auf sich hat. Angefangen mit der Frage:
Was sind eigentlich Kohlenhydrate?
Carbs, also Kohlenhydrate, sind Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Sie sind lebenswichtig, weil sie unserem Körper und unserem Gehirn Energie liefern. Ohne sie wären wir Zombies im Koma. (Aber macht nichts – denken sich jetzt die meisten – hauptsache schlank.)
Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, verwandelt unser Körper die darin enthaltenden Carbs in Glukose um. Die ist wichtig für den unmittelbaren Energiebedarf. Der Rest wird in Form von Glykogen, in Muskeln und Leber gespeichert.
Doch Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat. Es gibt zwei Typen von Kohlenhydraten, einmal die einfachen und dann die komplexen. Einfache Carbs sind Müllo und haben wahrscheinlich den selben Nährwert wie das Low-Carb Bier aus den USA. Sie bestehen überwiegend aus Zucker, mit dem sie unsere Körper viel zu schnell überschwemmen. So bekommen wir erst ein “Zuckerhoch“ und später ein Ultra-Tief, das garantiert zur Heißhungerattacke führt. Komplexe Kohlenhydrate hingehen bestehen aus Stärke und Ballaststoffen, die langsam und regelmäßig in die Blutbahn abgegeben werden und somit eine verlässliche Energiequelle sind. Sie machen satt und zufrieden und werden von unserem Körper gut aufgeschlossen.
Was darf ich denn jetzt essen und was nicht ?
Schlechte einfache Kohlenhydrate sind Weißmehlprodukte, Hartweizennudeln, weißer Reis und vor allem weißer Zucker. Das sind die verantwortlichen Schurken, die für den schlechten Ruf der Kohlenhydrate verantwortlich sind.
Doch keine Angst Leute, es gibt so viele komplexe Kohlenhydrate die wir ohne schlechtes Gewissen zu uns nehmen dürfen. Kartoffeln, Yamswurzeln (selber noch nie gegessen, aber bald!), Süßkartoffeln, Gerste, Mais, Vollkorn, Bohnen, Humus, Linsen, Quinoa ( Mein Favorit), Hirse und Nudeln aus dunklem Reismehl oder Vollkornmehl.
Und auf gar keinen Fall das gute Obst und Gemüse vergessen!! Jaaaa, richtig gehört – auch Obst ist erlaubt! Obst versorgt uns mit Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien, Fettsäuren, Aminosäuren sowie mit krebs vorbeugenden Tanninen und Flavonoiden. Die Bestsellerautoren von Fit for Life stellten fest, dass Obst am gesündesten ist, wenn es pur gegessen wird, weil es so leichter verdaut wird. Nehmen wir es mit anderen Nahrungsmitteln zu uns, wandert es nicht mehr so schnell durch unseren Körper. Also fault und gärt es in unserem Magen und das kann zu Blähungen, Unwohlsein und Sodbrennen führen. Um dem ganz einfach vorzubeugen, empfiehlt es sich , Obst auf leere Magen zu essen und ein paar Stunden abzuwarten, bis die nächste Mahlzeit hinterher kommt.
Also: geht raus und schreit es von den Dächern oder postet und teilt was das Zeug hält, bis auch die letzte eurer verblendeten Freundinnen es hört:
‚“WIR DÜRFEN BROT UND OBST ESSEN!“
Halleluja.

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